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4-Stündiges Wahlfach im SS 2002 an der FH Ulm Freitags 14:30 bis 17:45

Inhaltsübersicht und Ziel

Performanz, Skalierbarkeit, Wartbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Flexibilität, Portabilität, und Ausfallsicherheit spielen beim Entwurf einer Architektur für ein Software-System eine große Rolle. Problematisch hierbei ist, dass sich diese Merkmale gegenseitig beeinflussen, manche widersprechen sich regelrecht. Man erhält also je nach Priorität dieser Qualitätsmerkmale unterschiedliche Architekturen.

In dieser Vorlesung wird der Zusammenhang zwischen Qualitätsmerkmalen eines Systems und den Architekturen erklärt, die verwendet werden können, um diese zu erreichen. Dabei wird auf die wichtigsten Standard-Architekturen eingegangen und auch moderne Methoden wie Frameworks, Product Line Engineering und Aspektorientierung behandelt. Es wird gezeigt, wie Software-Systeme systematisch entworfen werden können und wie man sie gezielt auf bestimmte Kriterien hin auslegt.

Des weiteren werden diese theoretischen Erkenntnisse an Beispielen aus der Praxis veranschaulicht und verifiziert, unter anderem an Systemen aus Bankenumfeld, der Automobilindustrie sowie der Astronomie.

Ziel der Vorlesung ist es, den Teilnehmern einen Eindruck der Probleme im Rahmen von Softwarearchitekturen zu geben, sowie die wichtigsten Lösungsansätze und Technologien zu erläutern.

Aus dem Inhalt

Die folgenden Punkte werden im Rahmen der Vorlesung behandelt. Umfang, Schwerpunkte und Reihenfolge werden am Anfang des Semesters gemeinsam festgelegt.

  • Architekturen und Qualitätsmerkmale
  • Die grundlegenden Werkzeuge des Software-Architekten
  • Dokumentation von SW-Architekturen
  • Architekturstile und Patterns
  • Hochverfügbarkeit
  • Verteilte Systeme und Middleware
  • Serverseitige Komponentenarchitekturen
  • Peer-to-Peer Systeme
  • Web-basierte Architekturen
  • Product-Line Engineering
  • Technologien um Produktlinien zu implementieren
  • Neue Technologien
  • Architekturen und der SW-Entwicklungsprozess

Voraussetzungen

Als Voraussetzung der Teilnahme wird die Kenntnis einer objektorientierten Sprache (C++, Java, etc.) sowie Grundlagen der UML erwartet.

Aufbau der Vorlesung

Die Vorlesung wird zum Teil aus wirklicher "Vorlesung" bestehen, zum Teil aber auch aus Übungen im Rahmen von Gruppenarbeit. Wirklich implementieren werden wir wohl nicht, aber mit UML oder anderen Werkzeugen werden wir durchaus auch praktisch arbeiten. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 15 begrenzt.

Leistungsnachweis

Den Abschluss der Vorlesung bildet eine schriftliche Prüfung am Ende des Semesters.

Materialien

Die Folien sind nicht mehr online; die Materialien sind allerdings in Form von Konferenztalks online.